Zwischen 10 und 500 Euro im Monat ist alles dabei – und der beworbene Minutenpreis verrät davon wenig. Entscheidend ist, was bei Ihrem Anrufaufkommen am Monatsende auf der Rechnung steht. So rechnen Sie es aus.
Die Preismodelle am Markt
Fast alle Anbieter rechnen nach einem von zwei Modellen ab. Zum Vergleich steht die persönliche Annahme durch Menschen daneben (Marktpreise, Stand Oktober 2026, netto):
| Modell | So wird abgerechnet | Typische Preise |
|---|---|---|
| Grundgebühr plus Minuten | Kleine Monatsgebühr, dazu jede Minute, die tatsächlich telefoniert wird | 0 – 30 € plus 0,15 – 0,50 €/Min |
| Abo mit Inklusivminuten | Fester Betrag für ein Minutenpaket, ungenutzte Minuten verfallen meist | 50 – 100 € für einige hundert bis 1.000 Minuten |
| Zum Vergleich: persönliche Annahme | Grundgebühr plus Minutenpreis, oft Zuschläge abends und am Wochenende | 0,59 – 1,39 €/Min |
Auf den ersten Blick wirkt das Abo am günstigsten: 99 € für 1.000 Minuten sind 0,10 € je Minute. Das stimmt aber nur, wenn Sie die 1.000 Minuten auch abtelefonieren.
Warum der Minutenpreis in die Irre führt
Ein Inklusivpaket kostet jeden Monat dasselbe, egal wie viel davon Sie nutzen. Teilen Sie den Monatsbetrag durch die Minuten, die Sie tatsächlich telefonieren, ergibt sich Ihr echter Minutenpreis:
| Tatsächlich telefoniert | Rechnung (Abo 99 €, 1.000 Min) | Echter Preis je Minute |
|---|---|---|
| 100 Minuten | 99 € | 0,99 € |
| 200 Minuten | 99 € | 0,50 € |
| 500 Minuten | 99 € | 0,20 € |
| 1.000 Minuten | 99 € | 0,10 € |
Wie viel ist realistisch? Ein Gespräch mit einem KI-Telefonassistenten dauert meist ein bis zwei Minuten. 1.000 Minuten im Monat entsprechen damit rund 25 Anrufen an jedem Werktag. Ein Handwerksbetrieb oder eine kleine Kanzlei kommt eher auf fünf bis zehn Anrufe am Tag, die tatsächlich bei der KI landen – also auf 150 bis 400 Minuten.
Schätzen Sie Ihr Volumen, bevor Sie ein Paket wählen: Zählen Sie eine Woche lang die Anrufe, die Sie verpassen oder wegdrücken, und rechnen Sie mit 1,5 Minuten je Anruf. Das ist der Bedarf, den der Assistent übernimmt – nicht die Zahl aller Anrufe.
Rechenbeispiel: Was dieselben Minuten je Modell kosten
Drei Betriebe, drei Anrufvolumen. Verglichen wird die Monatsrechnung, netto, Stand Oktober 2026:
| Minuten im Monat | Abo mit 1.000 Min (99 €) | Grundgebühr plus Minuten (10 € + 0,30 €/Min) | Bei uns |
|---|---|---|---|
| 100 – etwa ein Einzelunternehmer | 99 € | 40 € | 38,90 € (Anschluss, 30 Min inklusive + 100 nachgekauft) |
| 200 – etwa eine kleine Kanzlei | 99 € | 70 € | 53,50 € (Praxis, 150 Min inklusive + 50 nachgekauft) |
| 300 – etwa ein Handwerksbetrieb | 99 € | 100 € | 79 € (Büro, 400 Min inklusive) |
Das Muster ist eindeutig: Bei dem Anrufaufkommen, das kleine Betriebe tatsächlich haben, zahlen Sie mit einem großen Abo vor allem für Minuten, die Sie nie nutzen. Bei uns zahlen Sie für die Minuten, die Sie brauchen.
Sieben Kostenfallen, nach denen Sie fragen sollten
- Verfallen Inklusivminuten? Bei den meisten Paketen ja, jeden Monat. Dann bezahlen Sie Minuten, die Sie nicht nutzen.
- Taktung: Sekundengenau oder im Minutentakt? Ein 70-Sekunden-Gespräch kostet im Minutentakt zwei volle Minuten.
- Was passiert, wenn das Kontingent aufgebraucht ist? Teure Zusatzminuten, ein automatischer Tarifwechsel – oder eine Pause, bis Sie nachkaufen?
- Einrichtungsgebühr und Laufzeit: Seriös sind heute keine Einrichtungsgebühr und monatliche Kündbarkeit. Rabatte gibt es oft nur bei Jahreszahlung.
- Welche Funktionen kosten extra? Weiterverbinden, feste Terminvergabe oder mehrere Rufnummern stecken oft erst in höheren Tarifen.
- Gleichzeitige Gespräche: Viele Tarife nehmen nur ein oder zwei Anrufe zur selben Zeit an. Wer Anrufspitzen hat, sollte nachfragen.
- Kosten beim eigenen Anbieter: Die Rufumleitung auf den Assistenten kann je nach Mobilfunk- oder Festnetztarif wie ein abgehendes Gespräch berechnet werden.
KI, Mensch oder Mailbox: Was ein Anruf wirklich kostet
Auf dem Papier ist die Mailbox am günstigsten: Sie kostet nichts. Nur spricht kaum ein Anrufer darauf – wer nicht durchkommt, ruft den nächsten Anbieter an. Die eigentliche Frage lautet deshalb: Was kostet Sie ein verlorener Anruf?
| Lösung | Kosten je Minute | Was Sie bekommen |
|---|---|---|
| Mailbox | 0 € | Eine Sprachnachricht – wenn der Anrufer überhaupt spricht |
| KI-Telefonassistent | 0,10 – 0,50 € (effektiv) | Ein Gespräch und eine strukturierte Notiz, rund um die Uhr |
| Telefonservice mit Menschen | 0,59 – 1,39 € | Menschliches Gespür, abends und am Wochenende oft mit Zuschlag |
Für einen Handwerker, dessen Aufträge einige hundert Euro wert sind, rechnet sich ein Assistent für 39 € im Monat schon mit einem einzigen geretteten Auftrag. Bei beratungsintensiven Anrufen – etwa in einer Kanzlei, die Erstgespräche selbst führen will – kann menschliche Annahme die bessere Wahl sein.
Was unsere Tarife kosten
Zum Einordnen: Unser Anschluss kostet 9,90 € im Monat und enthält 30 Minuten, weitere kaufen Sie nach Bedarf dazu – 29 ct, ab 250 Minuten 24 ct, ab 1.000 Minuten 20 ct. Die Tarife Praxis (39 €) und Büro (79 €) enthalten 150 beziehungsweise 400 Minuten, dazu die angekündigte Vermittlung an Ihr Team und feste Terminvergabe. Abgerechnet wird sekundengenau, nachberechnet wird nie: Ist das Kontingent aufgebraucht, pausiert der Anschluss, bis Sie nachkaufen. So arbeitet unser KI-Telefonassistent.
Checkliste: Lohnt sich ein KI-Telefonassistent für Sie?
- Sind viele Ihrer Anrufe Routinefälle (Termine, Status, Rückrufe, Öffnungszeiten)?
- Verpassen Sie heute Anrufe außerhalb der Geschäftszeiten?
- Gibt es Anrufspitzen, in denen Ihr Team nicht hinterherkommt?
- Können Sie Ihre häufigsten Fragen in einem kurzen Briefing beantworten?
- Wäre schon ein geretteter Auftrag im Monat mehr wert als 40 €?
Drei- bis fünfmal „ja“? Dann lohnt ein Test – zumal seriöse Anbieter monatlich kündbar sind und der Einstieg unter 10 € liegt. Bei überwiegend „nein“ fahren Sie mit persönlicher Annahme oder einer guten Mailbox-Ansage besser.
